Ungemarktes und unnummeriertes Spielwerk mit 82 Zungen, mit einer dünnen Grundplatte (0,5 cm) und drei Kammschrauben, und einer bemerkenswert langen Walze (10,9 cm)

 

Der Hohltrieb stammt entweder direkt von den beiden Olbrichs oder von Franz Einsidl oder er wurde vielleicht als vorgefertiger Bestandteil auch von den drei genannten Firmen zugekauft

 

Maße der Grundplatte: 17,2 x 6,9 x 0,5 cm


 

Die Zungen 1 bis 41


Die Zungen 42 bis 80, die letzten beiden Basszungen extrabreit


Aufwändige Hilfskonstruktion für den Start-Stopp-Mechanismus (Übersichtsfoto)


Aufwändige Hilfskonstruktion für den Start-Stopp-Mechanismus (Detail)


Aufwändige Hilfskonstruktion für den Start-Stopp-Mechanismus (Detail von der Aufsicht)


Die Walzennut („Rinne“, „gulley“) des Großen Walzenrades für den irregulär ausgeformten Stoppbolzen des (zu kurzen) Start-Stopp-Hebels, den Hans-Jürgen Eisel für eine nachträglich montierte Zutat hält, daher die bajonettartige Form des Stoppbolzens


Die Innenseite des Kammträgers mit einer absolut unüblichen Aussägung auf der Sopranseite


Räderwerkblock mit teilweise dünnen Wänden
Deckstein aus Stahl


Kein Vermerk auf dem Bleigewicht der letzten Basszunge


 

Die Unterseite des Kammträgers mit einer absolut unüblichen rahmenartigen Begrenzung der Ausnehmung




 

Der Musikstückwechselschieber ragt hier, anders als sonst, am rechten Ende mit einer konvexen, über die Ebene der Grundplatte hinausragenden Ausbuchtung oder Auswölbung hinaus. Die Funktion ist unklar.

Ausser bei diesem zweifellos aus Wien stammenden Spielwerk kommt ein solcher Bauteil nur bei Willenbacher & Rzebitschek vor, erinnert sich Hans-Jürgen Eisel. In der Slg. Seemann findet sich zum Beispiel ein solches Exemplar, das Werk Nr. 7048-478.


Drei offenbar fertigungstechnisch bedingte Markierungen, links, mittig und rechts, ohne dass ein Erklärungsnodell für deren Notwendigkeit angeboten werden könnte


Das Große Walzenrad in situ


Der Start-Stopp-Hebel mit dem Dorn für den Windfang lässt die sonst übliche Eleganz dieses Bestandteiles gänzlich vermissen

 

Hat dieses Spielwerk ein Arbeiter der Olbrichs oder von Franz Einsidl hergestellt, ohne dass ihm ein fertiges Spielwerk als Vorlage zur Verfügung gestanden wäre?

 

Hans-Jürgen Eisel vermutet gefühlsmäßig bzw. denkt an Franz Einsidl oder Josef Olbrich, und wird diesbezügliche Vergleiche anstellen. Wenn die zu einem Ergebnis führen, werden sie hier vorgestellt und in den News bzw. im Blog verlinkt



 

Erstes Musikstück (Anfang) (oder hier klicken)


 

Zweites Musikstück (Anfang) (oder hier klicken)


Fotos: ©Archiv Otmar Seemann