Josef Schrafl, Bruneck, Tirol, (heute Südtirol), Spielwerk mit Kette und Schnecke und vier Melodien, datiert 1818

 

Im Sockel befindliches Zungenspielwerk für vier Melodien, Werkaufzug über Kette und Schnecke, bezeichnet „Josef Schrafl in Bruneck 1818“. In einer Astronomischen Tischuhr; Höhe: 124 cm, Breite: 70 cm. Viertelstundenschlag mit Schlag auf zwei Tonfedern, automatische Spielwerkauslösung, Ankerhemmung. Pendel mit Fadenaufhängung. Die Rückplatine graviert:

 

„Dis Meisterstuk hab i gemacht, komt in Tirol, als schöne bracht, der die mechanik wohl verstet, der ist Ehrenwerd. 1355. Joh. Michael Kofler, Lipzig.“

 

Die Schlossscheibe ebenfalls graviert:

 

„Es lebe die Fürstin von Tirol, vivat so oft i mach Schläge“.

 

Funktionen: Stunden- und Minutenzeiger in Sonne- und Mondform. Turmförmiges schwarz lackiertes Holzgehäuse auf vier geschnitzten und vergoldeten Tatzenfüßen. Gestufter Sockel mit verglasten, aufklappbaren Türchen. Über dem zentralen Zifferblatt vollplastisch geschnitzter Chronos mit Blashorn. Darüber Sektor für Scheinpendel. Im Mittelfeld Medaillon mit Siganatur: „Johann Michael Kofler, Leipzig“.

. Drei Hilfszifferblätter, ebenfalls Messing, mit feiner Gravur, für Tag- und Nachtlänge, Tagesdatum und Wochentag sowie Tierkreiszeichen.

 

In Antiquititätenhandel im Jahr 2010